135 Jahre DIETERICHBeständigkeit und Moderne
Schmiede

So vielfältig wie die Stadtgeschichte ist auch die Entwicklung des Verkaufshauses der Firma Dieterich als ein Kernstück von Alt-Gmünd. Das Originalhaus - laut Grundstein aus dem Jahr 1633 - wurde seinerzeit vermutlich als Schmiede erbaut. Es bildet den Eckpfeiler der beiden Schmiedgassen, an denen sich seinerzeit die Sensenschmiede niederliessen, da sie am damals durch die Hintere Schmidgasse führenden Rotrinnenbächlein ihre Sensen abkühlen konnten.
Sattlerei

Nach kurzer Zeit im Besitz des spitälischen Holzwartes Veit Müller ging es in den Besitz der Sattlerfamilie Garb und deren Nachfahren über. Der Sattler Josef Müller verkaufte es irgendwann zwischen 1861 und 1881 an den Schneider Johannes Ulmer mit dem die Geschichte des Hauses als Bekleidungsgeschäft begann.

Schneiderei

Drei Jahre nach der Gründung seiner eigenen Firma im Jahr 1881 erwarb dann Jacob Dieterich das von ihm bereits seit 1878 als Schneiderei genutzte Haus, das seit dem mit Ausnahme der Neubauzeit 1933/34 als Firmensitz der Firma Dieterich dient.
Das Haus zur Zeit der Geschäftsgründung 1878
Kaufhaus und Schneiderei

Mit dem Aufkommen der Fabrikation von Fertigkleidern in den 90er Jahren des vorletzten Jahrhunderts wuchs auch der Platzbedarf des Geschäftes um das gesamte Sortiment ausstellen zu können. So wurde die Wohnung des Geschäftsinhabers im ersten Stock aufgegeben und das komplette Stockwerk als erweiterter Verkaufs- und Ausstellungsraum umgebaut. Die Geschäfte entwickelten sich bis zum Kriegsbeginn 1914 stattlich.
Während des Krieges lief die Geschichte des Hauses bedingt durch die Zuweisung von Bekleidungskontingenten eher bescheiden. Im Jahre 1919 übergab der Firmengründer Jacob Dieterich die Geschäfte des Hauses an seinen zweiten Sohn Richard. Dieser war früh in die Fußstapfen seines Vaters getreten und konzentrierte sich nach dem ersten Weltkrieg hauptsächlich auf Fertigkonfektion sowie Berufs- und Sportbekleidung.
Nach Übergabe an Richard Dieterich 1920
Textilfachgeschäft

Die stürmische Entwicklung der Wirtschaft bis zum zweiten Weltkrieg erfasste auch das Haus Dieterich und so wurde der Neubau des Modehauses an seinem Originalplatz geplant. Während der Zeit von November 1933 bis zum Mai 1934 lief der Verkauf weiter in den Räumlichkeiten der ehemaligen Firma Elektro-Blumer am Johannisplatz, jetzt Cafe Margrit, dann war der Neubau fertiggestellt. Am 15. Mai konnte das neue Geschäft eröffnet werden. Modern war das Haus mit der ersten Ständerkonstruktion (Pfeilerbauten) von Schwäbisch Gmünd und seinen großen Schaufensterfronten nicht nur von außen. Neben der ersten Einbauküche in der Stadt wurde in weiser Voraussicht auf kommende, schlechte Zeiten auch ein Luftschutzbunker eingebaut.
Nach dem Neubau des Textilhauses Dieterich im Jahr 1934

Auch an unserem Geschäftshaus ging der zweite Weltkrieg nicht spurlos vorüber. Die Amerikaner besetzten im April 1945 das Geschäfts- und Wohnhaus und unterbrachen so vorübergehend den Geschäftsbetrieb. Mit dem Neuanfang wandelte sich im Laufe der Zeit auch das Logo der Firma. Der Anspruch an hohe Qualität der angebotenen Herrenmode, fäire Preise und kompetente Beratung hat sich jedoch nie geändert.
Modehaus Dieterich

Im Januar 1972 übernimmt Hermann Wahl als Filialleiter der Firma Bleckmann, Tübingen die Leitung für das altein-gesessene Geschäft.
1987 wird die Firma wieder ein eigenständiger Familienbetrieb als Hermann Wahl mit seiner Frau Luise das Geschäft komplett übernimmt. Die erste Etage wird 1989 erneut umgebaut und modernisiert. 1998 steigt Sohn Stephan in den elterlichen Betrieb ein. Ihm ist es zu verdanken, dass für die Feierlichkeiten zum 125 jährigen Bestehen das Kellergeschoss mit Mobiliar aus den vergangenen Zeiten stilgerecht eingerichtet wurde, um einen Eindruck von einem Stück Schwäbisch Gmünder Geschichte zu geben - im ältesten Herrenfachgeschäft der Stadt.
Im Wandel der Zeit: Dieterich, Mode für Männer, im Jahr 2009
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